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Opel Adam 120 Jahre Test
Auto

Test Opel Adam 120 Jahre 86 PS – UTBOERG TV

UTBOERG TV · 22. August 2019

Als der Opel Adam für unseren Test eintraf, war die Vorfreude groß – das ansprechende Design hatte mich schon länger auf diesen Wagen neugierig gemacht. Unser Testwagen ist mit der Ausstattungslinie 120 Jahre ausgestattet und wurde auf einer rund 700 km langen Teststrecke von Buxtehude nach Rügen gefahren.

Erste Eindrücke

Die ersten Meter im Opel Adam waren ernüchternd. Von hinten kamen Vibrationsgeräusche, als ob ein Blech locker sitzen würde – ich hielt an und inspizierte Unterboden und Kennzeichen, konnte jedoch nichts finden.

Ausstattung

Das Sondermodell „120 Jahre" verfügt über eine umfangreiche Sonderausstattung, darunter:

  • „ADAM" Schriftzug auf den C-Säulen, Chrom-Paket, Dach-Designlinie in Chrom
  • Sportfahrwerk, 17"-Leichtmetallräder im „Horns"-Design
  • Komfortsitze mit Easy-Entry Einstiegshilfe und Memory-Funktion
  • Rücksitzlehne 50:50 geteilt umklappbar
  • Berg-Anfahr-Assistent, Parkpilot hinten, Geschwindigkeitsregler
  • Radio R 4.0 IntelliLink
  • Beheizbares Lederlenkrad und Sitzheizung vorn und hinten
  • Solar Protect-Wärmeschutzverglasung stark getönt im Fond
  • Elektrische Fensterheber vorn mit Komfortöffnung/-schließung
  • Reifendruckanzeige für jedes Rad, Außenspiegel elektrisch einstell- und beheizbar
  • Rückfahrkamera (in der Ausstattungslinie inbegriffen)

Design

Das Design wirkt jung und verspielt. Wenn man neben dem Wagen steht, würde man gar nicht vermuten, dass es eine Rückbank und einen Kofferraum gibt. Im Innenraum wirken die Materialien von gehobener Qualität. Eine junge Designlinie zieht sich durch den Wagen – schwarze Polsterung bildet mit weißen Akzenten an Türverkleidungen und Armaturenbrett einen interessanten Kontrast. Wenn man die Sonnenblende zuklappt, scheppert es sehr blechern. Insbesondere an der C-Säule spiegelt sich die aktuelle Designlinie von Opel wider. Die Rundinstrumente wirken sehr dynamisch.

Fahrverhalten

Der Opel Adam stellt sich als sehr wendig heraus – der kurze Radstand ist für das Fahrverhalten in Kurven nicht von Nachteil. Selbst bei der Höchstgeschwindigkeit von 176 km/h liegt der Wagen gut auf der Straße.

Stauraum

Die Rückbank eignet sich eher für kleinere Personen – der Wagen ist als 2+2-Sitzer zu bezeichnen. Der Kofferraum eignet sich für das Nötigste: zwei Selterkästen finden Platz, für alles andere lassen sich die Rückbänke umklappen.

Motor

Der 1,4-Liter, 64 kW / 87 PS Vierzylinder-Motor gehört noch zur alten Garde – Direkteinspritzung oder Turbolader sucht man hier vergeblich. Dies schlägt sich im Verbrauch nieder: über 6 Liter je 100 km. Dafür zieht der Wagen in allen Geschwindigkeitsbereichen gleich gut – die Beschleunigung fühlt sich auch bei über 120 km/h angenehm zügig an. Weitere erhältliche Motorisierungen:

  • 1,2 Liter, 51 kW / 70 PS, Höchstgeschwindigkeit 165 km/h
  • 1,4 Liter, 74 kW / 100 PS, Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
  • 1,4 Liter Turbo, 110 kW / 150 PS, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h

Fazit

Der Opel Adam überzeugt durch Design, Wendigkeit und hochwertige Ausstattung. Die IntelliLink-Smartphone-Integration ist eine gute Sache, obgleich die Verbindung bei uns häufiger unterbrochen wurde. Der Brutto-Listenpreis unseres Testwagens dürfte bei rund 17.500,- EUR liegen. Für diesen Preis dürfte der Wagen etwas weniger klapprig sein, und auch der Kofferraum könnte etwas mehr Platz vertragen. Trotz Optimierungspotenzial: der Wagen hat was. Wer sich für einen Opel Adam interessiert, sollte ihn unbedingt Probe fahren und dabei das IntelliLink-System mit dem eigenen Handy testen.