Der Opel Astra Sportstourer 1.5 Diesel mit 90 kW / 122 PS bei uns im Test. Insgesamt hatten wir drei Exemplare dieses Modells im Autotest – was einen umfassenden Vergleich ermöglichte.
Fahrverhalten
Der Astra Sportstourer bietet ein ausgewogenes und sicheres Fahrverhalten. Das Fahrwerk ist komfortabel genug, um auch schlechte Wegstrecken gut zu meistern – andererseits straf genug, dass Autobahnkurven mit höherem Tempo problemlos absolviert werden können.
Innenraum
Als Kombi ist der Astra Diesel ein wahrer Lastkarren. Mit einem Volumen von 540 bis 1.630 Litern eignet er sich sowohl für den Transport sperriger Güter als auch als Familienauto. Das Cockpit ist funktional und sachlich gestaltet – wer Luxus erwartet, wird enttäuscht; wer Verlässlichkeit sucht, liegt richtig. Sowohl vorn als auch auf der Rückbank haben Passagiere ausreichend Platz.
Für die Langstrecke lohnt sich der optionale Ergonomische Aktiv-Sitz – auf den Standardsitzen hält man es aber ebenfalls aus. Die Lärmdämmung ist akzeptabel und besser als etwa beim KIA Ceed, könnte bei hohen Autobahngeschwindigkeiten aber noch einen Tick besser sein.
Technik
Der Dreizylinder-Diesel ist mit Turbolader und Direkteinspritzung ausgestattet. Er leistet 300 Nm (6-Gang Schaltgetriebe) bzw. 285 Nm (9-Gang-Automatik) und überrascht mit akzeptabler Laufruhe. Im Test lag der Verbrauch bei 5,4 bis 5,7 Litern auf 100 km – auch bei zügiger Fahrweise blieb er unter der 6-Liter-Marke.
Zwei der drei Testwagen waren mit Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto ausgestattet. Beim ersten Fahrzeug brach die Verbindung ständig ab, sobald das Display des Smartphones abgeschaltet wurde – die Navigation funktionierte nur, wenn das Handy-Display dauerhaft aktiv blieb. Beim dritten Testwagen war das Problem behoben, vermutlich durch ein Update, das bei einer Inspektion aufgespielt worden war.
Gegen Aufpreis von 1.440 Euro (Listenpreis 12/2021) gibt es das Multimedia Navi Pro mit 8-Zoll-Touchscreen. Die Navigation ist schlicht, aber funktional – und spart sich die Kabelverbindung zum Smartphone. Ein Wermutstropfen: Das System fror während unseres 7-tägigen Tests einmal ein. Die aktuelle Position aktualisierte sich nicht mehr, ohne dass eine Fehlermeldung erschien – bemerkt wurde es erst dadurch, dass die angezeigte Ankunftszeit immer weiter in die Ferne rückte.
Die Sitzheizung speichert die zuletzt aktive Einstellung für den nächsten Start – gerade im Winter sehr angenehm.
Fazit
Der Opel Astra 1.5 Diesel Sportstourer zeigt in unserem Test kaum wesentliche Schwächen – sieht man von dem einen Ausfall der Routenführung ab. Da der neue Astra bereits in den Startlöchern stand, gab es dieses Modell kurz vor dem Modellwechsel zu sehr attraktiven Konditionen, insbesondere als EU-Wagen. Ein solider Allrounder, der mit Praktikabilität und günstigem Verbrauch überzeugt.





