Der Citroën C3 PureTech 82 Feel in der Ausstattungslinie Feel hat uns auf über 2.000 km begleitet. Ein Kleinwagen in der Klasse des VW Polo – mit eigenem Charakter.
Design
Der C3 wirkt auf den ersten Blick verspielt. Die kontraststarke Zweifarbenlackierung sorgt für einen frischen Auftritt, der sich auch im Innenraum fortsetzt – das Cockpit gibt sich etwas extravaganter als bei der deutschen Konkurrenz.
Motor
Unter der Haube arbeitet ein Dreizylinder ohne Turbolader mit 61 kW / 82 PS und einem 5-Gang-Schaltgetriebe. Von Leistung oder Laufkultur sollte man in dieser Konfiguration nicht viel erwarten. Dennoch: Per GPS-Messung erreichte der Wagen immerhin 180 km/h – mit Schwung und bergab. Bergauf ist man besser auf der rechten Fahrspur aufgehoben.
Die Autobahn gehört nicht zu den bevorzugten Einsatzgebieten dieses Wagens. In der Stadt und auf kurzen Überlandstrecken kann der C3 hingegen durchaus überzeugen.
Raumgefühl
Vorn wirkt der C3 luftiger als ein VW Polo und vermittelt ein angenehmes Raumgefühl. Auf der zweiten Reihe wird es deutlich enger, und auch der Kofferraum hätte größer ausfallen können – für das Nötigste und kleinere Einkäufe reicht es.
Qualität
Im Test offenbarte der C3 einige Schwächen:
- Der Hebel für die Sitzverstellung am Fahrersitz ging bei Benutzung häufiger aus der Führungsschiene.
- Die Sitze bieten für größere Menschen zu wenig Unterstützung – Rückenschmerzen auf längeren Fahrten sind möglich.
- Das glänzende Armaturenbrett spiegelt sich in der Frontscheibe und kann bei Sonneneinstrahlung stören.
- Bei 80 bis 100 km/h trat auf einigen Strecken im Zwei- bis Drei-Minuten-Takt ein leichtes Pfeifen auf; die genaue Herkunft ließ sich nicht lokalisieren.
Positiv: Der Tempomat überzeugte. Er lässt sich sowohl in Einzelschritten als auch in größeren Einheiten anpassen – Sprünge in 5- bzw. 10-km/h-Schritten sind möglich.
Fazit
Der Citroën C3 PureTech 82 Feel hat unsere Testfahrt tapfer durchgehalten. Das Design macht den Franzosen attraktiv und hebt ihn aus der Masse heraus. Nur schade, dass die Leidenschaft scheinbar beim Design aufhört und sich nicht konsequent bei Funktionalität und Verarbeitungsqualität fortsetzt.

