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VW Passat Variant 2.0 TDI Test
Auto

Autotest VW Passat Variant 2.0 TDI 110 KW / 150 PS – UTBOERG TV

UTBOERG TV · 18. September 2016

Der VW Passat Variant 2.0 TDI mit 110 kW / 150 PS wurde auf einem rund 700 km langen Fahrbericht nach Binz auf der Insel Rügen getestet. Getestet wurde die Comfortline-Variante.

Motor

Die 150-PS-Leistungsstufe hat den Vorteil, dass sie trotz EURO-6-Einstufung ohne AdBlue und Zusatztank auskommt. Mit 340 Nm ist eine zügige Fahrweise bei moderatem Verbrauch möglich. Beim Ausfahren der Gänge ist noch deutlich zu merken, dass es sich um einen Turbomotor handelt – wer rechtzeitig mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe schaltet, kann jedoch harmonisch und zügig beschleunigen. Im Vergleich zu älteren Motorengenerationen ist der Motor deutlich leiser geworden, aber noch hörbar. Der Verbrauch pendelte sich auf 5,9 Liter je 100 km ein – ohne längere Vollgaspassagen auf der Autobahn.

Innenraum

Gefühlt ist der Passat Variant mit dem TDI-Motor lauter als erwartet, dennoch ist angenehmes Reisen auch auf langen Strecken möglich. Die Platzverhältnisse sind auf allen Sitzplätzen mehr als ausreichend – besonders der Fond überrascht positiv. Der Kofferraum bietet mit 650 Litern Gepäckraumvolumen viel Platz, auch für einen Familienausflug. Die Dachreling bietet noch Reservefläche für eine Dachbox.

Sonderausstattung ACC

Als Sonderausstattung ist die Automatische Distanzregelung (ACC) für rund 450,- EUR erhältlich – ein günstiger Preis, aber das System arbeitet lediglich auf der Autobahn relativ gut. In der Stadt haben wir es am Ende gar nicht mehr genutzt. Wer Assistenzsysteme intensiv nutzen will, sollte besser das Automatikgetriebe und das Fahrerassistenz-Paket „Plus" ordern.

Fazit

Der Volkswagen Passat Variant 2.0 TDI Comfortline bietet ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und eignet sich für Familien, Vielfahrer und alle, die viel zu transportieren haben. Der Testwagen überzeugte mit Platz, Fahrkomfort (auch ohne adaptive Dämpfer), geringem Verbrauch und Praktikabilität. Schwächen: Das ACC und die Heckklappe – diese drückt beim Öffnen schnell nach oben, man kann sich die Finger klemmen. Ein elektrisches Öffnungssystem ist als Sonderausstattung erhältlich. Wer die Top-Version mit 240 PS Diesel oder 280 PS Benziner in Vollausstattung erwägt, sollte beim dann relativ hohen Kaufpreis auch BMW 5er oder Mercedes E-Klasse in die Überlegungen einbeziehen.