Test Renault Mégane BOSE Edition TCe 160 EDC GPF 2019 – UTBOERG TV
UTBOERG TV · 2. Oktober 2019
Im Test: der Renault Mégane BOSE Edition TCe 160 EDC GPF als Stufenheck-Limousine. Der Einstieg in die Bedienung war nicht ganz einfach – nach dem Fahrbericht waren wir aber positiv überrascht.
Motor und Getriebe
Unser Testwagen verfügt über den Vierzylinder mit Direkteinspritzung und Turboaufladung in der Motorvariante TCe 160 EDC GPF: 117 kW / 159 PS, bis zu 270 Nm. EDC steht für das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Kombination harmoniert angenehm – keinerlei Beanstandungen. Im Sportmodus hat der Motor einen kernigen Klang; auch im Normalmodus fühlt er sich angenehm an.
Über den MULTI-SENSE-Schalter in der Mittelkonsole lassen sich Lenkung, Gangwechsel, Dämpfung, Motoransprechverhalten, Innenraumbeleuchtung, Klimatisierung und Motorklang individuell einstellen. Ein Wermutstropfen: Nach jedem Neustart wird das Programm auf Normal zurückgesetzt. Wer dauerhaft in ECO fahren möchte, muss es jedes Mal neu einstellen.
Ausstattung der BOSE Edition
Die BOSE Edition ist die teuerste Ausstattungslinie und ab 29.790 Euro erhältlich. Serienmäßig dabei:
- 17-Zoll-Leichtmetallräder (Celsium)
- BOSE Soundsystem inkl. CD-Player
- Fahrersitz höhenverstellbar mit Lendenwirbelstütze (manuell)
- Sitzheizung vorn
- Nappalederlenkrad
- Renault R-LINK 2 mit 7-Zoll-Touchscreen und Navigationssystem (Kartenmaterial Europa)
- MULTI-SENSE System
Bedienung
Wer aus der VW-/SEAT-/Skoda-Welt kommt, braucht etwas Zeit zur Orientierung. Das erste Navigationsziel einzugeben gelang uns gerade noch – der Wagen wollte uns anfangs aber 180 km Umweg schicken. Die kleinen Symbole oben im Display für den Bereichswechsel und die Touchflächen rechts neben dem Display erschlossen sich uns erst nach einigen Testkilometern.
Ungewöhnlich: Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer werden über einen Schalter auf der Mittelkonsole bedient. Auch der Schlüssel – eine Art aufgedickte Kreditkarte mit Tasten – war zunächst gewöhnungsbedürftig. Hat man das Bedienkonzept einmal verstanden, geht es aber gut von der Hand.
Renault geht beim Infotainment erkennbar einen eigenständigen Weg – nicht anders als die Konkurrenz, sondern anders auf seine eigene Art.
Design
Der Mégane fällt auf. Die schwungvollen Designlinien sorgen für ein attraktives Äußeres. Selten haben wir bei einem Testwagen so viele positive Rückmeldungen von Dritten erhalten. Den Designern von Renault ist hier tolle Arbeit gelungen.
Fazit
Wer glaubt, Renault sei billig und schlecht, wird eines Besseren belehrt. Der Mégane ist ein vollwertiger Mitbewerber zu VW Golf und SEAT Leon. Wer offen für ein unkonventionelles Bedienkonzept ist und Wert auf eigenständiges Design legt, sollte ihn sich ansehen. Wir wurden positiv überrascht.